Pala - Klettersteige

Erstellt am: 13.10.2014
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Kurzbeschreibung
Tourentyp:   Klettersteige
Tourenlänge:   4 Tage
Schwierigkeit:     mittel
Karte:   Tabacco 022 (Pale di San Martino)
Region:   Palagruppe
Hütten:   Rif. Rosetta 2581 m, Rif. Velo della Madonna 2358 m
Gipfel:  Cima della Vezzana 3192 m (nicht bestiegen)

Tourenplaner:   Tscharly
Teilnehmer:  Gerti, Birgit, Christa, Luke, Helmut, Adolf, Uwe
Tourentermin:     29.08. bis 02. September 2014
Besonderheiten:  Der Bolver Lugli ist einer der besten Klettersteige die wir je gemacht haben
Klettersteige:  Bolver Lugli, Ferrata Porton, Ferrata del Velo




Wir reisen am Freitag erst nach der Arbeit an. Dadurch wird es spät, der Adolf mit seiner Truppe macht noch eine kleine ungeplante Rundreise. So wird es bei ihm noch später.

Wir treffen uns am Passo Rolle 1972 m, hier haben wir in der Alpenrose schon Zimmer gebucht. Als wir ankommen ist nur ein älteres Paar im Gastraum. Das bleibt auch so, nicht gerade ein frequentierter Ort, der Passo Rolle. Macht aber nix, als Adolf mit seiner Mannschaft kommt (erst gegen 22.00 Uhr) bekommen wir noch was zu essen. Das ältere Paar (noch älter als wir) ist schon gegangen.

Wir sitzen aber bis nach 12.Uhr. Die Wirtin macht kein freundliches Gesicht. Wir wissen nicht warum, will sie ins Bett, oder will sie was verdienen. Auch beim Frühstück ist das Gesicht nicht freundlicher. Ansonsten ist die Übernachtung in Ordnung, das Frühstück passt schon.


Tourenbericht

Bolver Lugli Klettersteig (1. Tag)

Das ist diesmal unsere Truppe



Nach einem zeitigen Frühstück fahren wir vom Rollepass runter nach San Martino di Castrozza 1400 m. Gleich am Ortseingang links finden wir die Funivia Talstation, freie kostenlose Parkplätze sind genügend da. Schon um 8.30 Uhr machen wir unsere Bergfahrt zum Colverde auf 1965 m. Auf gutem Pfad steigen wir auf etwa 2380 m auf, hier ziehen wir unser Sitzgurte mit Klettersteigset an. Das ist zwar hier noch nicht von Nutzen wie sich rausstellt, aber es ist ein guter Platz.

Wir müssen etwa gute 200 Hm ohne Seilsicherung hochkraxeln. Das Gelände ist aber freundlich zu uns, so macht es Spass.

Erst ab etwa 2550 m beginnen die Sicherungen vom Bolver Lugli Klettersteig. Ab hier klettern wir durch freie Wände, Rinnen und Kamine nach oben. In den Kaminen muss man nicht klinken wenn man nicht will, in der freien Wand ist mir die Sicherung lieber. Der Adolf geht weitgehend ohne Sicherung. Aber das muss jeder selber wissen. Ein tolles Gelände, man kann den Fels klettern und das Seil nur als Sicherung benutzen, wenn man kann.

Anstrengend ist es trotzdem, ich bin etwas aus der Übung, meine Kondition war schon besser. Kraxeln in den 3000er Bereich ist anstrengend.

Nach einer schönen/anstrengenden Kraxelei erreichen wir gegen 13.00 Uhr den Sattel Passo Travignolo auf etwa 3000 m. Hier steht ein Bivacco und wir machen Pause. Den Klettersteig haben wir bei gutem Wetter machen können, jetzt aber ziehen Nebelschwaden umher, wer kann verzieht sich ins Bivacco.


Unterwegs





Im Sattel Passo Travignolo auf etwa 3000 m beim Bivacco



Den geplanten Gipfel Cima della Vezzana 3192 m lassen wir sausen, nach der Pause steigen wir ab. Zuerst in Fels, dann über ein nicht unsteiles Firnfeld (bei anderen Verhältnissen sind Steigeisen erforderlich) weiter bis wir wieder auf schneefreie Wege treffen. Der weitere Weg zu unserer Zielhütte ist dann problemlos zu gehen.

Durch die Gipfelstreichung erreichen wir schon um 15.45 Uhr das Rifugio Rosetta 2581 m. Die Hütte kann man auch mit dem Lift von San Martino aus erreichen (+ 15 min Fußweg) trotzdem ist sie nicht überfüllt. Zum draußen sitzen ist es zu kalt, also machen wir es uns drinnen gemütlich und beziehen unsere Lager.


Rifugio Rosetta 2581 m.



Porton und Velo Klettersteig (2. Tag)

Frühe Sonnenaufgangsbilder vom Uwe







Und eins von mir - schon später am Morgen



Als wir zum Frühstücken aufstehen ist der Uwe schon unterwegs. Er fotografiert gerne - und der fühe Vogel fängt den Wurm - ist seine Devise. Das Wetter ist zwar nicht optimal aber er macht super Bilder wie man oben sehen kann. Zum Frühstück ist der Uwe wieder da. Danach brechen wir dann um 8.10 Uhr auf. Wir wollen heute zwei Klettersteige machen. Zuerst kommt die Ferrata Porton danach folgt der Velo - Klettersteig. Beide nicht so schwer wie der Lugli gestern, und auch nicht so lang, und auch nicht ganz so weit rauf.

Zuerst steigen wir über unendliche Serpentinen ab, hier hat sich ein Wegmacher ausgetobt der nicht nach Stunden sondern nach Kilometer bezahlt wurde. Nach dem Abstieg folgt ein kurzer Gegenanstieg in den Passo di Ball 2443 m. Von hier sieht man schon unsere Brotzeithütte. Das Wetter ist nicht ganz schlecht und man kann ein paar interessante Bilder machen. In nicht mal 15 Minuten erreichen wir gegen 10.00 Uhr das Rifugio Pradidali 2278 m und kehren hier zur Brotzeit ein.

Erst gegen 11.30 Uhr brechen wir wieder auf, heute kommt keine Hütte mehr, so war die längere Pause schon angebracht.


Zum Einstieg des Portonklettersteiges ist es nicht weit. Schon um 11.50 Uhr legen wir das Klettersteigset an. Der Porton ist anders als gestern der Bolver Lugli. Hier sind mehr Trittbügel und Stifte verbaut, sonst könnte man manche Passagen aber auch nicht überwinden. Auch ein schöner Klettersteig aber an den Bolver Lugli kommt er nicht ganz ran. Nach dem Ende des Klettersteigs müssen wir über eine Schuttrinne in einen Sattel aufsteigen. Kurz unterhalb des Sattels machen wir noch mal eine kleine Pause. Danach folgt nach einer kurzen Querung der Einstieg in den Velo - Klettersteig. Den gehen wir weitgehend im Abstieg. Dieser Klettersteig ist wieder etwas alpiner, nicht so viele Bügel und künstliche Tritte wie der Porton. Da wo nötig sind aber Hilfstritte vorhanden. Vom Ausstieg aus dem Veloklettersteig sind es keine 15 Minuten zur Hütte. Hier kommt man noch unter dem Einstieg zur berühmten Schleierkante vorbei. Die ist mir aber eine Nummer zu groß, der Adolf ist sie aber schon geklettert. Gegen 16.00 Uhr kommen wir auf dem Rifugio Velo 2358 m an.


Ein paar Bilder vom Porton und vom Velo Klettersteig









Abstieg und Umsetzen nach Bozen (3. Tag)

Das Wetter ist nicht gut, es windet sehr, über 2600 m hat es reingeschneit. Für heute wäre noch eine Rundtour geplant gewesen. Wir beschließen abzusteigen und nach Bozen zu fahren. Hier besichtigen wir noch eines der Messner-Museen, eigentlich schon sehr interessant. Anderntags kaufen wir noch eine Südtitoler Salami und einen Südtiroler Speck zum Mitnehmen. Sprizz für die Mädels hat´s auch noch gegeben, hier unten war es sonnig und warm. Passt doch, oder?
Noch ein paar Bilder von Bozen und vom Messner Museum im Schloss Sigmundskron (Fotos von Uwe)

Bilder von Bozen





Bilder von Sigmundskron





Der Uwe hat ein gutes Auge