Berliner Spitze ( III. Hornspitze )

Erstellt am: 07.11.2004
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Kurzbeschreibung
Tourentyp:   Hochtour
Tourenlänge:   3 Tage
Schwierigkeit:   mittel
Karte:   Kompass Nr.: 037; 1:25.000
Region:   Zillertaler Alpen
Hütten:  Berliner Hütte 2042 m
Gipfel:   Berliner Spitze ( III. Hornspitze 3253 m )

Tourenplaner:   Thomas und Tscharly
Teilnehmer:  Gerti, Birgit, Christa
Tourentermin:     12. bis 14. August 2003
Besonderheiten:  Ein nicht oft besuchter Gipfel





Tourenbericht

Dienstag 12. August 2003: Aufstieg zur Berliner Hütte



In der Bergsteigersendung Bergauf-Bergab hat Thomas die Berliner Hütte gesehen. Auch die Tour auf die Berliner Spitze, oder III. Hornbachspitze wie sie noch heißt, wurde vorgestellt. Die Hütte hat Thomas sofort begeistert. Die Berliner Spitze ist der Hausberg der Berliner Hütte. Sie wird aber nicht oft bestiegen weil der Zustieg relativ lang ist. Nach dem Gletscher muss man außerdem noch den Gipfel, in unmarkierten Gelände nur nach Trittspuren, besteigen (Stellen II). Gerade die Aussicht auf die Kraxelei begeisterte Thomas noch mehr.
Also fahren wir (Gerti, Thomas und ich) am Dienstag den 12. August nach Ginzling. Von hier mit dem Bus weiter bis Breitlahner 1257 m. Um ca. 14.00 Uhr beginnen wir den Aufstieg durch den landschaftlich schönen Zemmgrund. Vorbei an der Klausen Alm über die Grawandhütte 1636 m, wo wir eine kurze Pause machen, steigen wir auf. Bei 1873 m kommen wir noch an der Alpenrose Hütte vorbei. Zur Berliner Hütte 2042 m ist es nun nicht mehr weit. Der ca. 3 Stunden dauernde Anstieg ist trotz des Forstweges sehr lohnenswert. Abends um 21.00 Uhr stoßen Birgit und Christa zu uns.

Mittwoch 13. August: Aufstieg zur Berliner Spitze 3253 m

Wir brechen um etwa 6.30 Uhr zur Berliner Spitze auf. Zuerst muss man über einen Pfad bis auf etwa 2500 m aufsteigen. Dann folgt eine längere Querung bei der man nur wenig an Höhe gewinnt. Später müssen wir durch grobe Steinblöcke weiter Richtung Gletscher ansteigen. Die Markierungen werden weniger (Steinmännchen und wenige rote Punkte). Bei ca. 2800 m betreten wir den Gletscher, dieser ist wegen des heißen Sommers sehr offen. Wir suchen in Aufstiegsrichtung am linken Gletscherrand unseren Weg. Es liegen viele Steine auf dem Gletscher, die von neuen Felsstürzen stammen. Wir steigen auf bis zum Mitterbachjoch 3120 m. Von hier aus hat man schon einen sehr schönen Blick in die südlichen Alpen toller Blick in die Dolomiten! Man müsste eigentlich nicht ganz so weit aufsteigen. Um auf die Berliner Spitze zu gelangen, muss man sich etwa 50 Hm vor dem Joch nach links wenden und den Einstieg suchen (Trittspuren, Gelände beurteilen). Hat man den Einstieg gefunden, folgt man den Trittspuren und dem Gelände nach oben. Der Weg dreht in Aufstiegsrichtung nach links weg, kurz vor dem Gipfel muss man dann nach rechts drehen (IIer Kletterstellen). Wir waren um etwa 11.30 Uhr, also nach 5 Stunden auf dem Gipfel.
Beim Abstieg steigen wir nicht am Gletscherrand ab, sondern halten uns in der Gletschermitte um dem möglichen Steinschlag auszuweichen. Um etwa 15.30 Uhr sind wir wieder auf der Berliner Hütte 2042 m.


Berliner Spitze 3253 m oder III. Hornspitze



Für Gerti und Thomas (13 Jahre) der erste 3000er



Donnerstag 14. August: Über die Melkerscharte nach Ginzling

Am Donnerstag schlafen wir etwas länger, um 7.30 stehen wir auf zum Frühstücken. Gerti ist sehr unpässlich, sie hat fast die ganze Nacht nicht geschlafen. Trotzdem versuchen wir um kurz vor 9.00 Uhr unsere geplante Tour über die Melkerscharte nach Ginzling durchzuführen. Wir steige langsam bis zum Schwarzensse 2472 m auf. Hier entscheidet sich Gerti, wegen anhaltender Übelkeit, zur Umkehr. Thomas begleitet sie zurück, über die Berliner Hütte runter nach Breitlahner.

Birgit, Christa und ich steigen weiter auf zur Melkerscharte 2814 m (nicht Feldscharte 2878 m). Hier kommen wir um etwa 11.30 Uhr an und machen eine kurze Pause. Mit großen Schritten steigen wir danach sehr steil ab, die letzte 3/4 Stunde sehr flach. Um etwa 14.00 Uhr kommen wir an der Maxhütte 1449 m an. Hier machen wir etwa eine Stunde Pause, um dann in einer halben Stunde nach Ginzling 985 m abzusteigen.

Wir gehen in die Kneipe mit der Forelle, wie vereinbart, und hoffen , dass Gerti und Thomas gut runterkommen. Mit dem Bus um 16.10 Uhr kommen Gerti und Thomas aus Breitlahner und wir treten, nachdem alle was getrunken haben, die Heimreise an.